Wie kann man dem Frust der kalten und denklen Jahreszeit entgegenwirken?

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Winterdepression: Mehr als bloß schlechte Laune

Der Herbst und vor allem der kalte Winter schlagen vielen Menschen auf’s Gemüt. Man fühlt sich antriebslos, leidet eventuell sogar unter depressiven Verstimmungen. Was umgangssprachlich oft als “Winterblues” abgetan wird, kann allerdings eine unangenehme Einschränkung der Lebensqualität sein, sowohl körperlich als auch seelisch.

Vitamin D Mangel: Der Klassiker in der kalten Jahreszeit

Dem Vitamin kommt in Hinblick auf unserer Immunsystem eine Schlüsselrolle zu. Die gute Nachricht: 80 Prozent des Gesamtbedarfs deckt der Körper selbst, indem die Haut das Vitamin bei Sonnenbestrahlung bildet. Das bedeutet jedoch auch, dass es im Winter schnell zu einem Mangel kommt. Man fühlt sich müde und ausgelaugt, ist anfälliger für Infekte. Sollten starke Einschränkungen auftreten, empfielt sich unbedingt eine ärztliche Abklärung. Liegt ein akuter Mangel vor, kann dieser durch Spritzen vergleichsweise einfach behoben werden. Die Mehrheit der Vitamin-Tabletten aus dem Versandhaus sind nahezu wirkungslos.

Sonne tanken im Winter – im Solarium?

Vor allem Solarien sind im Winter gut besucht. Auf die wohltuende Wärme in Kombination mit einem gesunden Teint wollen viele Solariumgänger nicht verzichten. Übertreiben sollten Sie es in Hinblick auf ein erhöhtes Hautkrebsrisiko jedoch nicht. Die Vitamin-D Produktion hängt zudem von den UV-B Strahlen ab, die meisten Solarien arbeiten jedoch mit UV-A Strahlen. Lediglich neuartige Geräte bieten einen ausgewogenen Mix.

Alltagstipps gegen Winterdepressionen

Beugen sollte man sich der dunklen Jahreszeit auf keinen Fall. Stattdessen ist ein gleichmäßiger Tagesablauf wichtiger denn je. Auch am Wochenende sollte daher nicht allzu lange ausgeschlafen werden, sondern möglichst viel Sonnenlicht eingefangen werden. Viel frische – wenn auch kalte – Luft und Wechselduschen für den Kreislauf sind ebenfalls kleine, aber feine Helferlein. Saunieren hilft zudem, zu entspannen und gleichzeitig das Immunsystem zu stärken.

Bocklosigkeit? Warum nicht mit Schwimmen anfangen

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Schwimmen gilt, auch nach Empfehlung einiger Ärzte, als gesunde Sportart. Im Gegensatz zu den Sportarten an Land, die zur Ausdauerförderung und dem Muskelaufbau führen sollen, beträgt das Körpergewicht im Wasser durch den Auftrieb nur etwa 1/5 des Gewichts an Land. Diese Tatsache und auch die horizontale Lage im Wasser entlasten die Wirbelsäule und die Gelenke. Zudem wird die Kreislaufbelastung durch das Training durch die kühlende Wirkung des Wassers ebenfalls gering entlastet. Diese Tatsachen sprechen für die Sportart Schwimmen als gesunde Sportart, mittlerweile gibt es auch viele verschiedene Varianten von dem Sport im Wasser.

Aquajogging mit einem extra dafür vorgesehenen Gürtel, dieser ist in vielen Sportgeschäften oder im Versandshop erhältlich, ist ebenfalls ein sehr gutes und momentan beliebtes Ausdauertraining im Wasser. Aber auch das Schwimmen im klassischen Sinn ist gut für den Muskelaufbau und die Ausdauer.
Die wohl bekannteste Schwimmlage ist das Brustschwimmen, gerade die Rumpfmuskulatur ist bei dieser Schwimmart permanent angespannt und wird dadurch gestärkt. Zudem werden beim Brustschwimmen fast alle Körperpartien beansprucht. Somit eignet sich diese Art des Schwimmens sowohl zur Stärkung der Muskeln, als auch zum Ausdauertraining.

Das Rückenschwimmen ist besonders förderlich für eine gute Körperhaltung, weil während des gesamten Rückenschwimmprozesses die Hüfte in Richtung Wasseroberfläche gedrückt wird. Diese Art des Schwimmens kann zwar durchaus auch Ausdauerfördernd sein, ist aber im Vergleich zum Brustschwimmen die entspanntere Schwimmvariante. Beim Schwimmen sollte man dennoch die korrekte Technik beachten. Damit die Sportart auch wirklich gesundheitsfördernd ist, wäre es empfehlenswert die richtige Technik in einem Kurs zu erlernen. Das darauf folgende spätere Training kann dann auch alleine oder in der Gruppe durchgeführt werden.

Bei der richtigen Lage im Wasser und der korrekten Technik werden beim Schwimmen besonders die Bauch- und Rückenmuskulatur angesprochen, sowie die großen Muskelgruppen in den Armen und Beinen und auch die Schulter- und Brustmuskulatur wird beansprucht. Zudem ist das Training schonend für Wirbelsäule und die Gelenke, die Belastung liegt im Bereich Ausdauersport und hat somit zusagende Effekte auf das Herz-Kreislauf-System.

Hausmittel gegen Antriebslosigkeit, Bocklosigkeit und Lustlosigkeit

Nicht nur in den sonnenarmen Zeiten in der Herbst- und Winterphase kennen viele Menschen das Problem, dass ihnen der rechte Antrieb fehlt und die Stimmung sich konstant im eher unteren Bereich eingependelt hat. Wenn man dauerhaft zu nichts Lust hat und unter chronischer “Bocklosigkeit” leidet, muss man gleichwohl noch nicht in jedem Fall sofort zu professioneller Hilfe greifen und einen Arzt konsultieren. Im Folgenden sind einige alte und bewährte Hausmittel gegen Antriebslosigkeit aufgeführt, die jedenfalls die leichteren Fälle von Lustlosigkeit in Schach halten können.

Eine wesentliche Rolle kann die Ernährung spielen, um wieder in die innere Balance zu geraten. Es kann durchaus sein, dass der Körper einem Warnsignale sendet, die einen dazu anregen sollen, eine womöglich jahrzehntelange Fehlernährung aufzugeben und in gesündere Bahnen umzulenken. Auf dem Weg hin zu einer motivierenderen und freudvolleren Lebensweise steht zum einen oftmals eine größere Zufuhr von Wasser und anderen alkohol- und zuckerfreien Flüssigkeiten. Rund 2,5 bis drei Liter pro Tag sollten schon getrunken werden, um den Stoffwechsel auf Trab zu halten und damit eine potentielle Antriebssteller für Lustlosigkeit auszuschalten. Viele Menschen schaffen diese Trinkmenge übrigens nur deshalb nicht, weil sie aus Gewohnheit nur auf Getränke mit Kohlensäure zurückgreifen, die schwieriger aufzunehmen sind, zu Aufstoßen und zu Reizungen der Magenschleimhäute führen. Und in puncto fester Ernährung wirkt es Antriebslosigkeit entgegen, wenn mehr Vollkorn- anstatt Weißmehlprodukte gegessen werden und mehr Obst und Gemüse auf dem Speiseplan steht.

Hier haben sich neben Schokolade insbesondere Bananen wegen des in ihnen erhaltenen Serotins den Ruf erworben, wahre Glücklichmacher zu sein. Besonders Bananen enthalten mit knapp 8 mg pro 100 Gramm eine hohe Menge dieses Botenstoffes. Übrigens schadet es durchaus nicht, wenn dieses Obst nicht ganz frisch gegessen wird; im Gegenteil sind sogar ein paar bräunliche Stellen an der Banane eher Indiz für einen vollständig ausgeprägten Serotoningehalt als die noch grünliche Variante, die oft in den Supermärkten ausliegt.

Neben der Ernährung spielt auch die Entspannung eine zentrale Rolle für das Aufkommen von “Bocklosigkeit”. Erstaunlicherweise sind nämlich hochgradig lustlose Menschen trotz körperlicher Inaktivität und Herumliegen regelmäßig sehr angespannt, auch wenn man ihnen dies zunächst keineswegs ansehen kann. Aber chronische Muskelverspannungen, die oft gar nicht mehr wahrgenommen werden, binden einen Großteil der körpereigenen Energie und drosseln die Aktivität des Menschen daher spürbar herunter. Wer einige Verspannungen z.B. im Nacken- und Schulterbereich sowie in den Oberschenkeln, den Waden oder dem Bauch auflöst, wird sich alsbald frischer, vitaler und lebendiger fühlen. Wenige Minuten Yoga, Bioenergetik oder auch Stretching pro Tag können bei so manchem Fall von Lustlosigkeit nahezu Wunder bewirken.